Drohende Privatisierung der Landkreis Aurich Klinik UEK – Entscheidung für Georgsheil fragwürdig
von Holger Rohlfing

Die Zentralklinik soll doch Kosten sparen, und wo kann man das am ehesten und schnellsten? Beim Personal. Es ist doch aberwitzig zu glauben, dass beim Bau einer Zentralklinik alle ihre Arbeitsplätze behalten. Jede Menge Posten in der Verwaltung, bei den Ärzten, im Pflegebereich und beim Unterstützungspersonal werden wegfallen, da die Bettenkapazität letztendlich geringer sein wird als bei den bisherigen Häusern zusammen.
Dieser Personalabbau muss möglichst schnell erfolgen, wenn er etwas bringen soll. Vermutlich werden die bisherigen Kliniken aufgelöst und es kommt zu einer neuen Dachgesellschaft, die die bisherigen Kliniken ablöst. Was wäre also naheliegender als bei dieser Umwandlung bitter notwendige Schritte zur Einsparung ‑auch oder gerade beim Personal- vorzunehmen?

Beim Bau einer Klinik in Georgsheil kann man wohl sicher davon ausgehen, dass die Bewohner im östlichen Teil des Landkreises in andere Krankenhäuser (Wittmund, Leer oder Westerstede) abwandern werden.
Und noch eine letzte Anmerkung zum Thema Erreichbarkeit der Klinik: Auf der Homepage der UEK wird die Lage in Aurich als positiv dargestellt, weil man dicht an den Patienten dran ist. Diese Aussage sollten sich die Verantwortlichen noch einmal auf der Zunge zergehen lassen, bevor sie eine Entscheidung für Georgsheil treffen.